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Unterwegs mit „Kiezgourmet“ in Berlin-Mitte

Jan-Peter Wulf
Jan-Peter Wulf Nomyblog Insider Tipp vom 5. März
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Wohin essen oder was trinken gehen? Die „Kiezgourmet“-Touren des Stadtmagazins „tip Berlin“ in Zusammenarbeit mit Mastercard stellen spannende Gastronomien der Stadt vor. Wir waren dabei.

„Kiezgourmet“ – der Name erklärt sich ja fast von selbst: Es geht um einen relativ kleinen Bereich der großen Stadt Berlin, und es geht um Genuss. Einen Abend lang lernen die Gäste der Zu-Fuß-Touren, die vom „tip Berlin“-Redakteur und ausgewiesenen Gastro-Kenner Clemens Niedenthal geführt werden, spannende Gastro-Konzepte eines Kiezes kennen. Zum Beispiel in Schöneberg, wo man bei einer Tour unter anderem zu Gast im italienischen Premium-Fleisch-Restaurant "To Beef Or Not To Beef"; sowie in der "Sardinenbar"; war, die portugiesische und französische Edelfischkonserven serviert. Oder im Neuköllner Richardkiez, einem pittoresken böhmischen Dorf inmitten des eng bebauten Stadtteils, wo man sich trendige Restaurants und Bars anschaute und außerdem einem Trüffelhändler über die Schultern schaute. Auch die hippe Gastromeile entlang des Kreuzberger Paul-Lincke-Ufers hat eine „Kiezgourmet“-Gruppe schon erkundet. Kurz: Es ist stets ein schönes Tourprogramm, das Restaurants, Bars und andere kulinarische Spots beinhaltet. 


Kaffee-Kompetenz
Heute Abend ist Mitte dran. Ein Teil der Stadt, den man ja fast nicht als Kiez wahrnimmt – aber es stehen vier spannende, fußläufig zu erreichende Tourstopps an, von denen zwei auch Partner im „Berlin Foodie Guide“ sind. Treffpunkt und Station eins ist das „19grams Alex“, das 2018 eröffnete Café der Berliner Kaffeerösterei „Tres Cabezas“ (ein weiteres befindet sich in der Chausseestraße). „Café“ ist maßlos untertrieben – es ist ein neues Kaffee-Kompetenzzentrum geworden, und das fast direkt unter dem Berliner Fernsehturm. Auf einer großen Fläche gibt es neben dem Cafébetrieb auch die brandneue Rösterei des Unternehmens, wo besondere Kaffeebohnen aus aller Welt zu wahren Spezialitäten werden. Davon dürfen sich die 16 „Kiezgourmet“-Teilnehmer nach einer kleinen Stärkung bei Canapés und einem auf den Abend einstimmenden Glas Crémant selbst überzeugen, denn im Schulungsraum, der sonst Geschäftskunden vorbehalten ist, warten bereits mehrere Kaffeespender. Ausgegeben werden so genannte Single Origins – Kaffees mit Herkunftsangabe aus Äthiopien, der Wiege des Kaffees, aus Costa Rica und aus Kenia. Und auch ein besonderer Tee wird verkostet: Cascara, hergestellt aus der Kaffeekirsche, die eigentlich ein Abfallprodukt des Kaffeeanbaus ist, aber sehr wohlschmeckend und anregend ist.

Datenküche
Mit einem kleinen Koffeinschub geht es per pedes zur zweiten Station, der 2016 eröffneten „Data Kitchen“. Die hat eigentlich nur tagsüber geöffnet, doch für die „Kiezgourmet“-Gäste macht man eine Ausnahme und präsentiert ausnahmsweise am Abend das besondere Konzept: Denn hier kommt das Essen aus einer futuristischen Klappe, die etwas anmutet wie der Replikator, mit dem sich Captain Picard auf der Enterprise seinen abendlichen Earl-Grey-Tee herbeizaubert. Dahinter stehen aber Menschen (es gibt eine echte Küche auf der anderen Seite der „Food Wall“, wie sie hier heißt) und eine Idee: Denn mittags geht es bekanntlich meist stressig zu. Viele Berufstätige haben nur eine kurze Pause und wenn sie lange auf den Kellner warten müssen, um ihre Bestellung aufzugeben, und wenn es dann noch mal lange dauert, bis sie zahlen können, dann bleibt kaum Zeit für das Wesentliche – das Essen. In der „Data Kitchen“ sucht sich der Gast schon vorab auf der Website aus, was er essen möchte, und bestimmt die Uhrzeit – auf die Minute genau –, wann das Essen fertig sein soll. Bezahlt wird auch vorab. Beim Eintreffen öffnet sich dann per Smartphone-Eingabe die „Food Wall“ und die Speise wird zum Tisch getragen. So avantgardistisch der Bestellvorgang, so geerdet das Essen: Regionales steht vorwiegend auf dem Speiseplan, und so gibt es auch an diesem Abend ein gutes Stück Fleisch mit Wintergemüse. Die Tourteilnehmer sind überzeugt: Wenn man sich erst einmal auf das Ordern per Smartphone eingelassen hat, geht es eigentlich ganz einfach. Und es bleibt mehr Zeit für den Genuss!

Open Minded Cuisine
Für die Tourgruppe heißt es aber schon bald wieder: Aufbrechen, denn es warten ja noch zwei weitere Stopps. Zum einen das Fine-Dining-Restaurant „Dae Mon“ am Monbijouplatz, hier bekommen die Teilnehmer ein japanisches Onsen-Ei mit Blumenkohl serviert. Und zum Abschluss des Abends besuchen diese die neue Cocktailbar „Mr. Susan“ und genießen eine der ausgezeichneten Eigenkreationen. Wer auch in den Genuss kommen möchte, geführt von einem Gastro-Kenner spannende Locations der Stadt kennen zu lernen: Die „Kiezgourmet“-Touren finden alle ein bis zwei Monate statt. Tickets gibt es für Mastercard Inhaber auf priceless.com.
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