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Eine Kichererbse geht um die Welt – Foodtrend Hummus

I Heart Berlin
I heart Berlin Insider Tipp vom 30. Januar
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Die Prinzessin auf der Erbse – hätte sie damals auf einer Kichererbse statt einer Zuckererbse geschlafen, vielleicht wäre alles ganz anders ausgegangen. Vielleicht hätte sie gekichert, anstatt sich zu beschweren, vielleicht hätte sie den Prinzen so niemals heiraten können. Wir werden es nie erfahren. Eins ist aber klar: Hummus, das Püree aus Kichererbsen, Sesam und Gewürzen, ist unfassbar lecker und mittlerweile aus Berlin nicht mehr wegzudenken. Ob nun im Falafel-Sandwich, als Brotaufstrich oder als Bestandteil von gesunder Ernährung: Der vegane Dip ist in der Hauptstadt so beliebt wie nie zuvor.

Kein Wunder, ein warmes Fladenbrot mit würzigem Hummus und gebratenem Gemüse – es gibt kaum etwas, das besser schmeckt. Und das wissen die Berliner nun seit einigen Jahren.

Dabei gibt es das Kichererbsenmus schon sehr lange. Erste Hinweise auf das heutige Hummus reichen sogar bis in die Antike zurück. Vor allem im orientalischen Raum wird Hummus bereits seit Jahrhunderten zubereitet und gegessen. In Israel und vielen arabischen Ländern ist Hummus sogar Nationalgericht. Das Grundrezept ist einfach: Man nimmt ein paar Kichererbsen, Olivenöl, Knoblauch, Zitrone, Sesampaste (Tahini) und Salz und Pfeffer, vermengt das Ganze und püriert es. In manchen Ländern wie in der Türkei wird dann gern noch etwas Kreuzkümmel und Paprikapulver dazugegeben, in anderen Ländern werden sogar manchmal die dickeren Fava-Bohnen anstelle von Kichererbsen für die Zubereitung verwendet.

Nun ist die Kichererbsenpaste seit einigen Jahren in Berlin angekommen und erfreut sich höchster Popularität. Allein schon in den vielen Falafel-Läden der Stadt kommt sie täglich zum Einsatz, mittlerweile ist sie sogar in den Frischeregalen der Einkaufsdiscounter angekommen. Ob mit roter Beete oder Avocado verfeinert, mit Fladenbrot oder Gemüse gegessen: Hummus ist der Hammer.

Und es verbindet sogar! In Berlin gibt es seit einiger Zeit das palästinensisch-israelische Restaurant „Kanaan“, das Hummus in hoher Qualität anbietet. Die beiden Besitzer Jalil Dabit und Oz Ben David kommen aus Palästina bzw. Israel – in beiden Ländern ist Hummus fester Bestandteil der Landesküche. Gemeinsam schwingen sie nun den Kochlöffel in mittlerweile schon zwei Berliner Filialen, eine in der Kopenhagener Straße in Prenzlauer Berg und eine in der Kreuzberger Blücherstraße. Hier gibt es neben Hummus auch noch „Msabbaha“ aus der levantinischen Küche mit ganzen Kichererbsen, in irakischer Variante mit Aubergine, Mangosauce und hartgekochtem Ei und vielen weiteren cremigen Variationen.

Es scheint, als sei Hummus der gemeinsame sämige Nenner, auf den sich alle einigen können. Nicht zu scharf und doch würzig, reichhaltig und gesund, lecker und vegan – Hummus ist eben ein Alleskönner. Und wen die Lust aufs Selbermachen packt: Hummus ist schnell gemacht – einfach alle oben genannten Zutaten in den Mixer werfen und nach Lust und Laune mit weiteren Gewürzen verfeinern. Dazu ein warmes Pitabrot, vielleicht ein paar eingelegte salzige Gurken und gebratenes Gemüse und die Vorspeise/Hauptspeise oder auch einfach nur der Snack sind perfekt!

Hummus, hurra!

Kanaan Express und Restaurant, Kopenhagener Straße 16, 10437 Berlin-Prenzlauer Berg

©Pictures – Alicia Kassebohm
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