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Ein gemütlicher Samstag im Halleschen Haus

Alicia Kassebohm
Alicia Kassebohm Insider Tipp vom 30. Januar
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Die bekanntlich wichtigste Mahlzeit des Tages kommt bei mir ganz gern mal zu kurz. „Ein, zwei Literkannen Kaffee tun es auch“, denke ich mir oft in meiner morgendlichen Trägheit. Falsch gedacht! Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann, sagt schon ein altes Sprichwort. Und wenn man dann ein Arme-Leute-Essen morgens wie ein Kaiser isst, kann der Tag nur gut werden.

Die schönsten Samstage sind die, an denen man keinen richtigen Plan hat und in den Oasen der Großstadt mit den Liebsten einfach die Zeit vergessen kann. Das Hallesche Haus ist so ein Ort, an dem man den ganzen Tag brunchen und inspiriert werden kann und Termine auf einmal nicht mehr existieren. Den Trend, Cafés in ein zweites Wohnzimmer zu verwandeln und geschickt das schöne Interieur auch noch zum Verkauf anzubieten, versteht man, sobald man das ehemalige Postamt am Tempelhofer Ufer betritt und keinesfalls mit leeren Händen wieder verlassen möchte. Diese sollen zunächst einmal eine der anschaulichen Köstlichkeiten des Hauses greifen können.

Das Hallesche Haus ist besonders am Wochenende eine wirklich gute Wahl, um qualitativ hochwertige Zeit mit guten Freunden zu verbringen. Während es unter der Woche ein täglich wechselndes Mittagsmenü gibt, empfiehlt es sich am Wochenende, das Frühstück und auch die Karte mit den gesunden und internationalen Speisen durchzuprobieren. Mascarpone-Wildbeeren-Toast , Banana Bread, Bagels oder Thai Pancake – selbst die Freundin mit dem exquisitesten Geschmack kann sich hier nicht beschweren. Die Auswahl ist kreativ, zum Teil auch glutenfrei, und die Gerichte sind stilvoll arrangiert. Unter uns Mädchen heißt das: Bevor jemand reinbeißt, wird die Kost noch von allen möglichen Winkeln aus fotografiert.

Wie das Ganze am besten inszeniert wird, zeigt das Hallesche Haus selbst auf seinem Instagram-Profil mit perfekt angeordneten Bildern und abgestimmten Farben, die auch nochmal den Charme des Hauses und seiner Dekoration hervorheben: Die großen Fenster in dem alten Gebäude, was früher mal als Club Horst bekannt war, das Interieur im Industrial Chic, die moderne Lampe mit Neonringen an der Decke sowie die schönen Kakteenvasen, die wir gefühlt schon in unzähligen Zeitschriften gesehen, aber nie gefunden haben. Nicht nur geschmacklich im Lunch Room, auch bei der Auswahl der Produkte in sogenannten „General Store“ – die Betreiber des Halleschen Hauses beweisen auf allen Kanälen und in jeder Ausdrucksweise, dass sie einen besonders guten Stil und ein Händchen für Design haben.

Sie wissen ganz genau, von welchen Produkten man noch nicht wusste, dass man sie unbedingt besitzen muss. Aber natürlich geht es auch an einem gemütlichen Samstag nicht nur um einen selbst. Endlich wird man hier nämlich auch nach hochwertigen Geschenken für all diejenigen fündig, die keine Wünsche mehr haben oder sich allgemein schwer beschenken lassen. Während man sich nach der ersten Wahl aus dem Brunch-Menü nun über Vasen, Geschenke und Liebeleien austauscht, fällt noch ein ganz besonderes Objekt in den Blick: In dem dunklen Holzregal neben der Kasse stehen goldene Ananas-Cocktailgläser, wie man sie sonst nur in L.A. oder Miami entdecken würde.

Und gleich kommen einem dadurch auch Bilder von Partys mit Palmenhintergründen, Hip Hop Beats und Früchtecocktails mit Flamingopieksern in den Kopf. Was man hier wohl alles planen könnte? Die Kellnerin berichtet uns noch von einem Hochzeitsbrunch hier am letzten Sonntag und von der letzten Feier eines bekannten Magazins, bei der die Berliner Kunst- und Modeszene zu Besuch war. Aus den goldenen Palmenbechern hätten sie zwar nicht getrunken, die haben im eigenen Zuhause dann wohl doch den besten Platz.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 10 – 20 Uhr
Samstag: 10 – 16 Uhr
Sonntag: geschlossen

Tempelhofer Ufer 1, 10961 Berlin

©Pictures – Alicia Kassebohm
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