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Currywurst war gestern

Alicia Kassebohm
Alicia Kassebohm Insider Tipp vom 30. Januar
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Wer nach Berlin kommt, muss diese Falafel unbedingt einmal essen

Einst galt die Currywurst in Berlin als das Nationalgericht überhaupt. Nach und nach konnte man über die Jahre hinweg auch die Vorliebe der Hauptstädter für den Döner erkennen. Doch mittlerweile hat ein vegetarisches Gericht beide Imbiss-Trends abgelöst: die Falafel.

Die frittierten Klößchen aus pürierten Kichererbsen oder Bohnen haben ihren Ursprung eigentlich in der arabischen Küche, sind mittlerweile aber kaum mehr aus dem deutschen Fast-Food-Speiseplan wegzudenken. Zubereitet mit Lauch, Zwiebeln, frischer Petersilie, Koriander, Knoblauch und Gewürzen wie Kreuzkümmel, Dill, Pfeffer und Salz erkennt man die perfekten orientalischen Bällchen an einem knusprigen Äußeren und einem weichen, grünlichen Inneren. Dazu wird meist Tahina, eine helle Sesampaste, oder Hummus serviert, mit denen man die Falafel so oder in einem Pitabrot genießen kann. In der gefüllten Teigtasche ähnelt die Falafel dann fast schon einem Döner.

Da es das Essen meist schnell auf die Hand gibt und die Falafel in einigen Imbissen natürlich auch schlecht aufgetaut und überfettet statt knusprig goldgelb serviert wird, wird die Falafel leider schnell in die Kategorie „einfaches Fast Food“ eingeordnet. Trotzdem darf sie nicht unterschätzt werden. Ob Falafel-Neuling oder -Kenner – die folgenden Imbisse und Restaurants sind immer eine gute Entscheidung und beweisen, dass die Speise viel mehr als ein bloßer Hungerstopper ist.

Wer es authentisch mag, fährt für eine richtige Falafel erst einmal nach Neukölln oder Kreuzberg. Auf der Reuterstraße findet man den Sahara Falafel Imbiss genau noch rechtzeitig, bevor um die Ecke in der Weserstraße der Barabend beginnt. Da der Imbiss sudanesisch ausgerichtet ist, schmeckt man auch bei den Falafeln die speziellen Gewürze positiv hervor.

Weiter nördlich in Kreuzberg gibt es direkt am Kottbusser Tor das libanesische Maroush, das für seine einzigartige Hummus-Sesam-Sauce bekannt ist und selbst nachts immer noch gut besucht ist.Wer es fruchtig mag, kann ebenfalls in Kreuzberg, diesmal aber näher am Bezirk Friedrichshain, im Sanabel Falafel mit köstlicher Mangosauce essen. Der Imbiss genießt dank seiner grandiosen Saucenauswahl mittlerweile Kultstatus. Von Knoblauch- über Chili- zu Erdnussnoten – hier wird selbst Falafelkennern nicht langweilig.

Ein Falafel-Laden mit Tradition ist definitiv der libanesische Imbiss Habibi im schönen Schöneberg. Zur im Topf – und nicht der Fritteuse – hergerichteten Falafel wird ganz klassisch Tee vom sehr netten Personal umsonst dazu serviert.

Im Herzen von Berlin wiederum findet man am Oranienburger Tor das Dada Falafel. Die Falafel schmeckt hier unfassbar gut und frisch. Auch deshalb ist da immer etwas los. Wem Falafel auf die Hand am Schnellimbiss eine zu schmierige Angelegenheit ist, der kann im Lokal nebenan Platz nehmen.

Hat man ein paar Tage Zeit in Berlin, lohnt es sich durchaus, sich durch mehrere Falafel-Stände einmal durchzuprobieren und sich eine eigene Meinung zu verschaffen. Etwas vegetarische Abwechslung neben der berühmten Berliner Wurst schadet zumindest nicht. Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann im Internet viele Rezepte zum Falafel-Selbermachen finden, auch solche, bei denen man keine Fritteuse braucht.

Sahara
Berlin-Neukölln
Reuterstraße 56

Maroush
Berlin-Kreuzberg
Adalbertstraße 93

Sanabel
Berlin-Kreuzberg
Schlesische Straße 36

Habibi
Berlin-Schöneberg
Goltzstraße 24

Dada Falafel
Berlin-Mitte
Linienstraße 132

©Pictures – Alicia Kassebohm
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