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Dosenfisch de luxe

Alicia Kassebohm
Alicia Kassebohm Insider Tipp vom 26. Januar
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Maritimes Feeling, salzige Luft, frischer Fisch – Berlin hat unzählige Vorzüge, nur eines fehlt bei all der Auswahl: Es liegt nicht am Meer. 

Die Stadt ist groß, offen, hat tolle Seen, nur die salzige Luft hat sie eben nicht. Das macht aber nichts, denn guten, frischen Fisch gibt es in der Stadt trotzdem zuhauf. Die Restaurants und Märkte der Hauptstadt geben einem trotz fehlender See das Gefühl, dass man direkt vor dem Meer steht. Mit einem Fischbrötchen in der Hand, bei dem das eigene innere Matrosenherz aufgeht. Und die Möwe einen Bissen stiehlt.

Dennoch gibt es einige Lebensmittel, die es in der sonst höchst avantgardistischen Stadt noch nicht auf den Teller der Berliner geschafft hatten. Eine davon ist die Sardine. Das überrascht nicht sonderlich, schließlich gibt es in Berliner Supermärkten meist nur qualitativ eher minderwertige Sardinen. Vielleicht war auch das ein Grund, weshalb der Koch Thomas Vetter nun seine und gleichzeitig auch Deutschlands erste Sardinen-Bar und erstes Fischkonserven-Feinkost-Bistro in Berlin eröffnet hat.

In Frankreich und Portugal beispielsweise gilt das Konzept der Sardinen-Bar schon lang als erfolgreich: Gute, in Öl eingelegte Sardine trifft auf frisches Brot mit kräftigem Wein. Da lassen sich mit Sardine und Wein schon ganze Abende verbringen. Auch in Spanien ist die Ölsardine schon längst eine Delikatesse. Und Berlin wäre schließlich nicht Berlin, wenn es inmitten von Start-ups und Streetfood-Neuheiten nicht schon bald auf den Dosenfisch kommen würde. Tut sie: Mit Thomas Vetter und seiner „Sardinen.bar“ in der Grunewaldstraße 79 kommt die Sardine nun direkt nach Schöneberg.

Hier gibt es nämlich Sardinen in allen möglichen Formen und Varianten: Ganz pur in hochwertigem Olivenöl eingelegt oder mit Zitronenstückchen versehen. Hier und da findet sich sogar eine Sardinendose, bei der Trüffel mit eingelegt wurden. Dosenfisch de luxe eben – und dazu gibt es noch guten Wein. Inhaber Thomas Vetter berät dabei von der Dose bis hin zum passenden Wein. Sardine ist nämlich nicht gleich Sardine: Die gleiche Fischart aus unterschiedlichem Fang und unterschiedlichen Gebieten können ganz anders schmecken.

Die Sardine kommt bei Bestellung dann ganz pur mit Brot und Salat an den Tisch. Dazu noch ein guter Wein und es kommt Urlaubsfeeling auf. Lissabon in Berlin, auf einem kleinen Stück Brot bei einem Glas Wein.

Außerdem gibt es in der „Sardinen.bar“ nicht nur Sardinen. Es gibt zudem noch Thunfisch, Makrelen und Meeresfrüchte. Und wer überhaupt keinen Fisch mag, ist hier trotzdem richtig: Thomas Vetter hat nämlich noch Wurst- und Käseplatten anzubieten. Es wurde Zeit, dass dieses bisschen Spanien, Portugal und Frankreich nach Berlin kommt. Ahoi!

Die Sardinendosen sind übrigens schon optisch hübsch anzusehen: Die schönen Illustrationen und Bilder geben der Dose nach Verwendung guten Grund, als Kerzenhalter oder Aschenbecher direkt weiterverwendet zu werden. Thomas Vetter hat bereits einige als Dekoration an seiner Wand hängen. So viel maritimes Feeling mitten in Schöneberg – wer braucht da noch ein Meer?

©Pictures – Sardinen.bar
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