STORIES

Avocado Frühstück für den entspannten Sonntag

Alicia Kassebohm
Alicia Kassebohm Insider Tipp vom 11. Januar
JETZT ANMELDEN
Jetzt App herunterladen
JETZT ANMELDEN
Masterpass
Manchmal sind die einfachsten Dinge die besten: Echte Post von jemandem zu bekommen, sich bei schlechtem Wetter zu Hause einzukuscheln, mit der besten Freundin ein Bier zu trinken und Avocado-Toasts zu genießen. Kein Brunch-„Rezept“ ist so einfach und schnell dank der gerade mal zwei Grundzutaten zubereitet und doch zurzeit so beliebt. Mit der grünen Powerfrucht fühlt man sich nach dem Bacon und vor den Brioches gesund und geerdet. Egal ob man sie nun auf dem Toast, als Guacamole-Dip, im Salat oder in der Suppe verzehrt. Avocados sind so beliebt wie noch nie.

Dank Vitamin E, ungesättigter Fettsäuren, Kalium und Folsäure können sie nicht nur unsere Haut verschönern, sondern sich auch positiv auf unsere Cholesterinwerte und den Blutdruck auswirken.  Doch was für uns so gut erscheint, hat wie so vieles im Leben leider auch eine Schattenseite: Die extreme Nachfrage nach Avocados ist der Grund für großflächige illegale Waldabholzungen wie beispielsweise in Mexiko. Umweltschützer sind zu Recht erschrocken, wenn es um die aktuellen Entwicklungen im Land mit der größten Anbaufläche für Avocados weltweit geht. Die Früchte werden dort mittlerweile wie ein teurer Rohstoff gehandelt und werden deshalb auch „grünes Gold“ genannt. Für dieses Gold werden ganze Dörfer und Gemeinden zerstört, Wälder abgeholzt und somit das Ökosystem ausradiert.

Während laut Statista 2012 noch 29.000 Tonnen Avocados nach Deutschland verschifft wurden, wurden 2015 sogar mehr als 44.000 Tonnen hierzulande importiert. Wenn man dazu berechnet, dass etwas mehr als zwei Avocados rund 1.000 Liter Wasser bis zur Ernte benötigen, wird klar, dass der Anbau kein leichter ist und dass wegen des Hypes auch die Preise extrem steigen.

Möchte man in Berlin gute Avocados für einen ebenso guten Preis bekommen, geht man definitiv am besten auf den Markt.

Hier sind die Früchte etwa doppelt so groß wie die im Supermarkt, und mit ein bisschen Glück bekommt man noch zwei, drei Stück umsonst dazu. Spaß macht ein gemütlicher Einkauf beispielsweise beim Wochenmarkt am Karl-August-Platz in Charlottenburg. Rund um die Kirche und auf der Grünfläche trifft man auf entspannte Menschen und nette Stände. Und auch in Kreuzberg kann man am Maybachufer nach oder vor einem türkischen Kaffee freitags wunderbar den Einkauf für das Wochenende erledigen. Es lohnt sich, direkt nach der Arbeit und noch vor dem Abbau um 18.30 Uhr zu kommen, denn dann können die besten Schnäppchen gemacht werden. Wer es am Freitag nicht schafft, kann am Samstag am Boxhagener Platz auf Avocado-Suche gehen. Der Wochenmarkt dort in Friedrichshain mag überschaubar sein, unspektakulär ist er aber ganz und gar nicht. 

Wer seine Wahl getroffen hat und nach einer erfolgreichen Suche die besten Avocados in der Küche liegen hat, kann sich an mehr Rezepten damit austesten als viele erahnen. In der veganen Küche ist die Avocado eine der wichtigsten Zutaten. Dank der cremigen Textur funktioniert sie beispielsweise super als Basis für Saucen, Suppen oder Brownies, so dass sich köstliche und gleichzeitig sehr gesunde Rezepte für einen ausgiebigen Brunch am Wochenende zubereiten lassen.

Mit Avocados tut man sich also in der Tat etwas Gutes. Solange man nicht zum übertriebenen Konsum neigt und darauf achtet, aus welchem Anbau die Früchte stammen, kann man sich anschließend hervorragend fühlen und auch so aussehen.

Drei Sonntags-Avocado-Rezepte für den Anfang haben wir hier einmal zusammengetragen:

Avocado Cream


2 Avocados
3 EL Olivenöl
2 EL Wasser
Salz und Pfeffer
Saft einer halben Zitrone
Je nach Belieben: Crème fraîche

Avocados aufschneiden, Fruchtfleisch herausnehmen und mit einer Gabel zu einem Brei kneten. Die restlichen Zutaten miteinander vermischen und servieren.

Avocado-Gurken-Kokos-Suppe

2–3 Avocados
1 Gurke
1 Frühlingszwiebel
1 Limette
150 ml Kokosmilch
300 ml klassische Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer

Avocados aufschneiden und das Fruchtfleisch herausnehmen. Gurke schälen und mit den Avocados in Stücke schneiden. Zwiebel putzen, klein schneiden und mit der Gurke und den Avocados fein pürieren.  Mit dem Limettensaft von einer Limette, Salz, Pfeffer und etwas Gemüsebrühe abschmecken und je nach Belieben erhitzen oder kalt servieren.

Avocadokuchen

1–2 Avocado(s)
4 Eier
50 ml Sojamilch
2–3 Limetten
200 g Butter
200 g Zucker
200 g Buchweizenmehl
1 Packung Vanillezucker
1 Packung Backpulver
50 g gemahlene Mandeln

Ofen bei Umluft auf 150 Grad vorheizen. Kuchenform fetten. Avocados aufschneiden und das Fruchtfleisch herausnehmen. Limettensaft auspressen und mit den Avocados und der Sojamilch zusammen pürieren. Zucker, Butter und Vanillezucker mit einem Schneebesen verrühren und die Eier hinzufügen. In einem anderen Behältnis Mehl, Backpulver und die gemahlenen Mandeln verrühren. Abschließend in die Schale mit den Eiern nach und nach die Mehlmischung und das Avocadopüree hinzufügen.

Im Ofen etwa eine Stunde lang backen.

©Pictures – Alicia Kassebohm
JETZT ANMELDEN
Jetzt App herunterladen
JETZT ANMELDEN
Masterpass