RESTAURANTS

Minakami

Chinesisch, vietnamesisch, thailändisch: Die Kantstraße ist zweifellos Berlins beste Straße für asiatische Küche. Das „Minakami“ bereichert das Angebot um „JFK“, japanische Fusion-Küche von Sushi bis zum Iberico-Spieß.

Wer das „Minakami“ betritt, sollte nicht nur die Augen aufsperren, um den Raum mit der großen, offenen Showküche, an der sich auch direkt Platz nehmen lässt, auf sich wirken zu lassen. Sondern auch die Ohren – die Musik, die hier läuft, ist sorgsam ausgewählt und die Raumakustik ist klasse. Das liegt daran, dass der Chef des Hauses eine Schwäche für Audio hat – was sich im hinteren Bereich des Restaurants wunderbar begutachten lässt: Einen Teil der umfangreichen eigenen Schallplattensammlung hat der Besitzer hier platziert, zusätzlich zwei schicke Vintage-Plattenspieler, Mischpult, Boxen, Mikrofone – regelmäßig finden im „Minakami“ kleine Musikevents statt, aber auch im ganz normalen Betrieb ist der Sound super.

Japan trifft die Welt
Headliner ist natürlich das Essen. Sushi in vielen Ausführungen, Robatayaki – auf heißer Kohle Gegrilltes – und Izakaya, japanische Tapas, bilden die drei Säulen des Speisenkonzepts. Sushi mit flambiertem Lachs oder Rindfleisch, mit Butterfisch, mit Flusskrebsen, Mango und Avocado oder mit Babymais in Tempura sind nur einige der vielen frisch zubereiteten Kreationen. Wer Gegrilltes wünscht, sollte unbedingt das Iberico-Robatayaki bestellen, eine herzhafte Freude und ebenso ein Beispiel für die Fusion-Philosophie des Hauses wie der knackige Entrecôte-Salat mit argentinischem Chimichurri. Wer sich angesichts der Vielfalt nicht entscheiden kann, kann zum Beispiel zum Sushi-Omakase greifen und bekommt sieben Nigiri-Sushi serviert – ausgewählt vom Koch (schließlich bedeutet Omakase so viel wie „ich überlasse Ihnen das“). Oder bestellt die „Sushi-Moriawase“, einen gemischten Teller ganz nach persönlichen Vorlieben. Oder gleich das Dreigang-Menü, bestehend aus einer Selektion japanischer Tapas, der „Sushi-Moriawase“, einem Dessert und Weinbegleitung.

Wein oder Tee zu den Sushis?
Womit wir beim Flüssigen wären: Weiß- und Rotweine aus dem Burgund und dem Bordeaux bilden den Schwerpunkt, es finden sich aber auch ein Riesling, ein Grüner Veltliner und ein Grauburgunder auf der Karte. Oder wie wäre es mit einem Kännchen Genmaicha zum Sushi? Passt perfekt, ohne Prozente. Und wer es, zum Beispiel zum Abschluss, doch lieber etwas hochprozentiger hat: Japanischer Whisky und Gin warten im Bar-Backboard, um pur oder als Highball genossen zu werden. Kanpai!
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