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Golvet

Jan-Peter Wulf
Jan-Peter Wulf Nomyblog Insider Tipp vom 20. August

Das Wichtigste

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Früher fuhren hier die Clubber per Fahrstuhl in die imposante Location am Potsdamer Platz hinauf. Jetzt ist sie Heimat des unkonventionellen „Golvet“: Fine Dining trifft auf Street-Art bei traumhaftem Blick über die Stadt.

„Golvet“ ist schwedisch und heißt Boden. Es ist nicht nur ein schön klingender Name, sondern soll, auch hoch über den Dächern der Stadt, klarstellen: Hier bleibt man bodenständig. Zweifellos ist die Küche des Hauses auf Spitzenniveau, und schon nach einem halben Jahr bekam man den ersten Michelin-Stern. Doch überkandideltes „Schäumchen an Schischi“ findet hier nicht statt. Vielmehr setzen Küchenchef Björn Swanson und sein Team auf regionale Produkte, die Speisen bleiben weitestgehend naturbelassen. Rücken vom Havelländer Reh mit Kürbis, gefüllte Rote Bete mit Berlepsch-Apfel, Spätzlesalat mit geeister Johannisbeere, Geschmortes und Gegrilltes vom Ferkel mit Gurke, Holunder, Wodka, Krabben und Dill oder Lammschulter, -nacken und -zunge mit Eiszapfen, Schnittlauch und Miso: „Gehoben, aber nicht abgehoben“ lautet das Prinzip, dem man sich hier verschrieben hat. 


Street-Art im Restaurant 
Dazu gesellt sich eine entspannte, fast nonkonforme Haltung. Denn obschon die Location heute kein Club mehr ist, läuft hier zum Essen (gedämpft freilich) clubbig-elektronische Musik, die Stimmung ist locker. Nicht nur der Blick über die Stadt ist sensationell, auch innenseitig eröffnen sich viele kunstvolle Eyecatcher: Sieben verschiedene Street-Art-Künstler haben das Interieur vom Eingang bis zum WC mit Zeichnungen, Tape-Art, Graffiti und Co. mit ihren individuellen Werken versehen. 

Bestellt wird wahlweise à la carte oder das Menü mit vier bis sieben Gängen, je nach Gusto; dazu kommen ein Käsegang, ein Pre-Dessert und ein Dessert. Tipp: Neben Appetit sollte man auch Zeit mitbringen. Sie wird ohnehin wie im Fluge vergehen, denn die Aufenthaltsqualität in dieser Location ist so hoch wie ihre Lage über den Dächern der Stadt. Speisenbegleitend wählt man entweder klassisch Wein – beraten wird man bestens – oder alkoholfreie hausgemachte Drinks. Auch wird gerne ein Cocktail von der Bar geschickt. 

Auch die Bar des „Golvet“ ist klasse 
Sowieso: Der Bar sollte man vor oder nach dem Essen oder auch ganz separat einen eigenen Besuch abstatten: Hinter 13 Laufmetern Tresen stehen rund 600 erlesene Spirituosen und der Fokus der Karte liegt, passend zum Namen des Hauses, auf dem Norden. Von der skandinavischen Spirituose Aquavit hat man gleich 28 Positionen zu bieten und auf der Karte zeigt man sich von den Anrainerstaaten von Nord- und Ostsee inspiriert. So gibt es zum Beispiel einen polnischen „Vesper Martini“ mit Wodka, Gin, Schwarztee-Blend und Kräuterhonig oder einen norwegischen „Galdhøppigen“ mit Aquavit, Himbeer-Wermut, Tonic Water und Kräuterwolke, zusätzlich finden sich auf der Karte Premium-Versionen typischer Kreuzfahrt-Cocktails – fancy, fruchtig und fein. Und wer eigentlich wegen der Drinks hinaufkommt, dann aber auch etwas essen möchte, greift zu den „Mini-Golvets“ – dies sind drei kleine Portionen aus dem Menü- und À-la-carte-Programm. Das Golvet ist ein Restaurant, das der modernen Metropole Berlin gefehlt hat. 

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