RESTAURANTS

Coda

Jan-Peter Wulf
Jan-Peter Wulf Nomyblog Insider Tipp vom 27. April
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In der Musik ist die Coda der angehängte, ausklingende Teil eines größeren Werks oder Songs – oft mit ganz eigenem Charakter. Ein nicht nur schöner, sondern auch sehr passender Name für dieses Restaurant: Das „Coda“ in Neukölln stellt das Dessert ins Rampenlicht.

Das „Coda“ ist ein Fine-Dining-Restaurant, das mit den Techniken der klassischen Patisserie und mit scheinbar ungewöhnlichen Zutaten experimentelle, spannende Desserts kreiert. Gängige Ingredienzien wie Butter, Eier, Sahne und Zucker kommen hier so gut wie gar nicht zur Verwendung, dafür kommen Sauerkraut, Anchovis oder Rindermark in die Nachspeisen, die eigentlich gar keine Nachspeisen sind.  

Aus Rindermark beispielsweise wird ein kleiner herzhafter Kuchen gebacken – ein Rezept aus der persischen Küche. Den gibt es zum Auftakt des Abends, serviert auf einem stylishen Kupfergitter. Ebenso Möhren: Sie besitzen von Natur aus viel Zucker und wie süß sie schmecken können, wenn man es nur aus ihnen herauskitzelt, beweist eine weitere „Dessert-Vorspeise“. Dann geht’s richtig los mit den Gängen: „Petersilienwurzel-Kokos-Pistazie“ oder „Ananas-Cashew-Koriandergrün“ heißen sie und sind kleine Geschmacksfeuerwerke.  

Dazu gibt es im „Coda“ korrespondierende Drinks 
Zu jedem Gang gibt es einen an der Bar gemixten Drink, beispielsweise mit Pandan, Vogelbeere, Limette und Sake. Schmeckt nicht nur gut, sondern fungiert auch als eine vom Teller ins Glas übertragene Geschmackskomponente. So komplettieren sich Speise und Getränk zum spannenden Pairing. Möchte jemand keine Drinks mit Alkohol, gibt es immer eine Alternative ohne Prozente: Zur Speise „Tansaniakakao-Pflaume-Rauch“, übrigens ohne zu viel verraten zu wollen auch olfaktorisch ein Erlebnis, wird dann statt rauchigem Single-Malt-Whisky mit rotem Likörwein ein nicht minder rauchiger Lapsang-Souchong-Tee mit Sauerkirschsaft gereicht.  

Sechs-Gänge-Menü für Fine-Dining-Fans
Wer sich von diesem wahrhaft innovativen Konzept überraschen lassen will, reserviert einen Platz für das abendliche Sechs-Gänge-Menü mit korrespondierenden Speisen (es beginnt um 19 Uhr, unter der Woche auch um 20 Uhr). Serviert werden die Gänge im „Carte blanche“-Prinzip, allein kleine Visitenkärtchen mit Begriffstrios deuten an, was sich auf den Tellern, die auf punktgenau ausgeleuchteten Tischen platziert werden, befinden wird. Fine-Dining-Fans werden sicher begeistert sein. Wer sich lieber erstmal etwas herantasten möchte: Die zweite Möglichkeit ist, sich zu später Stunde ins „Coda“ zu begeben und ein Drei- oder Vier-Gänge-Menü zu bestellen. Auch Einzelgerichte zu ordern ist möglich. Dieses bietet sich an, wenn man zuvor schon in einem anderen Restaurant diniert hat. Dann wäre es doch wieder ein Dessert. Nur eben ganz anders als sonst.

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