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tulus lotrek

Jan-Peter Wulf
Jan-Peter Wulf Nomyblog Insider Tipp vom 25. September
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Um intensive Aromen dreht sich alles im Kreuzberger Kreativrestaurant „tulus lotrek“. Für Fans ausdrucksstarker und individueller, aber nicht abgehobener Küche ist dieser Ort genau der richtige.

Henri de Toulouse-Lautrec, der große Maler und Grafiker des Postimpressionismus, verewigte die Menschen der Pariser Halbwelt des späten 19. Jahrhunderts nicht nur in seinen Werken, er soll gerne auch ausgelassene Dinnerpartys für sie geschmissen haben. Statt eines Einstecktuchs trug er eine Muskatreibe im Sakko – um jederzeit das Glas Portwein, das er mehrfach täglich zu sich nahm, aromatisieren zu können. Voller Genuss, viel Aroma – das ist auch das Thema des namentlich an den Bohemien angelehnten Speiselokals in der Kreuzberger Fichtestraße.

Lust auf Geschmack
Küchenchef Maximilian Strohe und Gastgeberin Ilona Scholl mögen es kräftig und kreativ kombiniert: „Wir wollen beide intensive Aromen auf dem Teller, einen Knaller-Wein dazu, lieber zwei Gänge zu viel als einen zu wenig und haben keine Lust auf Dogmen und Moralapostelei“, sagt Ilona Scholl. Jakobsmuschel, Alge, Topinambur und Holunder bringt das „tulus lotrek“ zusammen auf einen Teller, oder Taube mit Portweinleber und Wacholderholzrahm, oder Forelle mit Shitake-Pilzen, Birnen und Haselnuss. Klassischerweise bestellt man sich hier das Sechs-Gänge-Menü und lässt sich ganz und gar auf die Aromenreise des Hauses ein. À la carte gibt es zum Beispiel ein Filet von der trocken gereiften Milchkuh oder eine „lippische Ananas“ (Steckrübe mit Trüffel und Ei) – je nach Saison. Wer nur einen kleinen Appetit mitbringt und es vor allem auf einen der erlesenen Weine der Karte abgesehen hat, wird beim Barfood – Schweinerippe und Zuckerrübensaft, Kohlrabi mit Blaubeere oder Ceviche aus Lachs, Wacholder und Brombeere fündig.

Reservieren sollte man im „tulus lotrek“ rechtzeitig
Das Kreativkonzept geht auf: 2016 wurde Maximilian Strohe von den Berliner Meisterköchen zum „Aufsteiger des Jahres“ gekürt, und über mangelnden Zuspruch seitens der Gäste kann man sich wahrlich nicht beklagen – je später der Abend, desto ausgelassener die Stimmung, dem hedonistischen Namenspatron würde es gefallen! Deshalb der Tipp: Wer einen Tisch in dem schmucken Restaurant mit seiner imposanten Urwald-Tapete (auf deren Details man achten sollte) haben möchte, sollte – vor allem fürs Wochenende – rechtzeitig reservieren.
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