RESTAURANTS

Zenkichi

Jan-Peter Wulf
Jan-Peter Wulf Nomyblog Insider Tipp vom 1. Februar
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Zum Preis eines Menüs nach Tokio reisen – ist das nicht eine verlockende Vorstellung? Im „Zenkichi“ wird sie Realität, Abend für Abend.

Wer in die Souterrain-Location in der Johannisstraße gleich neben dem „Friedrichstadt-Palast“ hinabsteigt, betritt eine andere Welt. Eine Welt aus dunkel gebeiztem Holz und Granit, aus gedimmtem Licht, vielen Bambus-Stäben, Spiegel- und Glasflächen, kleinen Separees hinter Vorhängen … ein asiatisches Labyrinth? Nein, es ist ein Restaurant, das „Zenkichi“. Eröffnet haben es Motoko Watanabe und Shaul Margulies 2015, nachdem sie von New York nach Berlin umgezogen sind. Und wie im „Big Apple“ verfolgen sie auch hier eine charmante Idee: ihre Gäste zum Preis eines Menüs, für eine Nacht, mitten ins Herz von Tokio zu „entführen“. Das gelingt ihnen nicht nur mit der authentischen und liebevoll gestalteten Einrichtung im Stile einer japanischen Brasserie, sondern auch mit hervorragenden Speisen und Getränken.  

Sushi gibt es im „Zenkichi“ nicht
Das hierzulande bekannteste Japan-Food findet sich nicht auf der Karte des „Zenkichi“: Sushi gibt es nicht, weil diese Art von Speise in Restaurants dieses Typs in Japan nie angeboten wird. Dafür werden viele andere Leckereien offeriert: auf Bambus gegrilltes Hühnchen mit Minze und Onsen-Ei, Rind-Entrecôte mit blanchiertem Spinat in Sesam-Sauce, Udon-Nudeln, im Tempura-Teig gebackene Austern, cremiges Tofu, in Brühe butterweich gekochter Schweinebauch. Da fällt die Wahl schwer, doch zum Glück bietet das „Zenkichi“ verschiedene Menüs an – zum Beispiel das „Omakase“ mit acht Gängen.

Die Sake-Auswahl sucht in Deutschland ihresgleichen
Wer es ganz stilecht will, bestellt sich das speisenbegleitende Sake-Menü und erhält mit jedem Gang eine geschmacklich andere Variante des japanischen Reisweins, von trocken bis fruchtig und in einer ausgezeichneten Qualität, die man so nur selten findet. Am Ende dieser kulinarischen Reise ist man fast betrübt, wieder in den Alltag (bzw. die Allnacht) entlassen zu werden. Zum Glück lässt sich diese Japan-Reise immer und immer wieder antreten. Nur eine rechtzeitige Buchung ist ratsam!

©Pictures – Stefan Kühne und Hiroshi Toyoda
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