RESTAURANTS

Anjoy

Berlin hat eine große vietnamesische Community und entsprechend viele vietnamesische Restaurants. Dieses hier ist besonders liebevoll eingerichtet und eine Hommage an Urgroßmutters Kochkünste.

Das „Anjoy“ eröffnete 2016 und befindet sich im Stadtteil Prenzlauer Berg in der Rykestraße. Einer Straße, die sich durch besonders breite Bürgersteige auszeichnet – so breit, dass die hier ansässigen Restaurants großzügige und mit Blumen und Pflanzen geschmückte Außenbereiche anbieten können, statt nur ein paar Tische und Stühle aufs Trottoir zu zwängen. Da macht das „Anjoy“ keine Ausnahme. Draußen wie drinnen wurde hier viel Wert aufs Detail gelegt: Dekorative Gaslämpchen hängen von der Decke, Stromkabel hangeln sich an der Wand entlang und vor dem langen Tresen steht ein großer, reichlich bestückter Obstwagen – Elemente, wie sie das Bild vietnamesischer Großstädte prägen.

Eine seltene Spezialität: fliegende Nudeln 
An den langen massiven Holztischen speisen die Gäste hausgemachte, vorwiegend nordvietnamesische Köstlichkeiten wie den Klassiker des Landes, die Pho-Suppe. Sie wird nach dem Originalrezept der Urgroßmutter der Chefin gekocht – die nämlich war Kochlehrerin und auch so manche weitere Speise, die es im „Anjoy“ gibt, geht auf ihre Rezepte zurück. Als Vorspeisen gibt es zum Beispiel gegrillten, mit Pandan-Blättern umwickelten Aal, serviert mit Tamarinden-Dip, Mango- oder Papaya-Juliennes mit Erdnüssen sowie Kräutern und natürlich frisch gewickelte Sommerrollen. Im Hauptgang bietet das „Anjoy“ zum Beispiel ein Barbarie-Entenfilet, Rindersteak mit Wasserkastanien oder gebratene Nudeln mit Meeresfrüchten an. Sehr zu empfehlen ist auch das „Anjoy’s Ragout“, verfeinert mit Rotwein – hier schimmert der Einfluss der Kolonialzeit durch. Und mit den „Flying Noodles“, die förmlich über der Schale zu schweben scheinen, bietet das „Anjoy“ eine in Berlin bislang noch seltene Spezialität an, die schon wegen der ungewöhnlichen Optik gerne bestellt wird.

Das „Anjoy“ lädt sogar zum deutsch-vietnamesischen Brunch
Sollte jemand nach all den südostasiatischen Leckereien Lust auf einen Cocktail verspüren, muss dafür nicht extra der Ort gewechselt werden: Von klassischen Drinks wie einem Whisky Sour bis zu Eigenkreationen wie dem „Viet’s Dream“ mit Wodka, Jasmintee, Litschilikör sowie Cranberry- und Zitronensaft wird so einiges offeriert. Wer eine besondere Location zum Wochenend-Frühstücken (oder -Spätstücken) sucht, sollte hier sonntags zwischen 11 und 16 Uhr reservieren, denn dann wird ein deutsch-vietnamesischer Brunch angeboten, der das Beste aus beiden Welten vereint.

©Pictures - ANJOY Restaurant Berlin
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