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Tante Frizzante

Das Paradies für Getränke-Nerds liegt auf der Neuköllner Hermannstraße: „Tante Frizzante“ ist ein „Drinks Concept Store“ mit rund 1.000 Getränkesorten, darunter Bier, Limonade, Wein und Spirituosen.

Wer vor der Fensterfront von „Tante Frizzante“ auf der belebten Hermannstraße in Neukölln steht, fragt sich vermutlich: Was ist das hier überhaupt? Für einen klassischen Berliner „Späti“ ist der Laden zu groß, und nach einem typischen Getränkemarkt sieht es hier auch nicht aus. Und genau das macht den Charme von „Tante Frizzante“ aus: Hier ist alles ein bisschen anders. Dieses Geschäft passt so recht in keine Kategorie, am ehesten trifft es wohl noch der Begriff „Drinks Concept Store“, das ist auch der Untertitel, den die Betreiber Andreas Angerer, Andreas Diermeier und Jurgen Breedijk dem Ganzen gegeben haben.

Wer das Besondere sucht, wird bei „Tante Frizzante“ fündig
Fast 1.000 verschiedene flüssige Produkte hat die Tante auf rund 130 Quadratmetern im Angebot, von unbekannten Limonaden aus kleinen Independent-Manufakturen über sonst in Berlin schwer zu bekommende fränkische, amerikanische oder aus anderen Teilen der Welt stammende Bierspezialitäten bis hin zu Weinen und ausgewählten Spirituosen aus vornehmlich kleinen Destillerien. Wer das Besondere sucht, wird hier fündig, und wer sich einfach nur ein Feierabendbier kaufen möchte, der wird es auch. Sollte etwas nicht vorrätig sein oder sollte jemand einen besonderen Getränkewunsch hegen: Mit dem Bestellservice des Hauses ist es möglich, Getränke vorzubestellen. Für Vorschläge, was noch ins Sortiment aufgenommen werden sollte, haben die Macher ein offenes Ohr (und eine Wunschliste zum Eintragen). Klare Sache: „Tante Frizzante“ ist ein Paradies für Getränke-Nerds und solche, die es noch werden wollen, eine erfrischende Abwechslung vom oftmals sehr gleichförmigen Angebot in den „Spätis“ der Stadt.

Auslieferung per Lastenfahrrad
Erfrischend und empfehlenswert ist auch der spritzige Hausprosecco, der – natürlich – ebenfalls „Tante Frizzante“ heißt und mit poppigen Etiketten, gestaltet von befreundeten Künstlern, daherkommt. Und dann sind da noch die Lastenfahrräder: Mit denen liefert „Tante Frizzante“ Getränke auf Anfrage auch aus, an Bars, Kneipen und an Privatpersonen. Sogar aufs nahe gelegene Tempelhofer Feld wird geradelt, sollte dort jemand Durst nach dem Besonderen verspüren. Der Verzehr von alkoholischen Getränken vor dem Geschäft ist nicht gestattet – es ist und bleibt ein Getränkehandel. Wohl aber ist das Eisschlecken erlaubt: Denn in den warmen Monaten wird an „Tante Frizzantes“ Fenster leckeres Gefrorenes verkauft, Kaffee und Kuchen gibt es sowieso ganzjährig. Und noch ein paar Überraschungen mehr. Wie gesagt: Hier ist alles ein bisschen anders. Und richtig gut.

©Pictures – Waldemar Salessk
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